Aktuelle Reaktionen zum Spielfeld im Südstadtpark

[Untenstehend unser Antrag in voller Länge zum Nachlesen]

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Diskussion zum Multifunktionsfeld im Südstadtpark veranlassen mich, hier ein paar Dinge klarzustellen.

Insbesondere die Berichterstattung in den LN sorgte für Unmut gegenüber meiner Person:
„Ausgerechnet Magnus Wittern, jüngster Vorsitzender der Bad Segeberger SPD aller Zeiten, hatte auch den vollständigen Rückbau ins Spiel gebracht. Der Zahn wurde ihm allerdings schon im Vorwege von Bauamtsleiterin Antje Langethal gezogen. Die ließ im Ausschuss durch die Vorsitzende Kirsten Tödt (SPD) mitteilen, dass der Abbau der Spielfläche 40 000 und der Abriss der gesamten Anlage etwa 280 000 Euro kosten würde.“ (LN v. 06.06.2019).

Diese Darstellung ist so nicht richtig. Keinesfalls habe ich den vollständigen Rückbau ins Gespräch gebracht. Wie sich aus dem SPD-Antrag ergibt, habe ich die Verwaltung gefragt, was ein vollständiger Rückbau kosten würde. Denn in diesem Fall müssten ggfs. Fördermittel aus dem Projekt „Soziale Stadt – Südstadt“ zurückgewährt werden. In der Vorlage für den Sozialausschuss (s.u.) hat die Verwaltung die Option eines alternativen Standortes für das Multifunktionsfeld ins Spiel gebracht. Zahlen, wie viel der damit verbundene Rückbau des Feldes im Südstadtpark kosten würde, waren bis zum Beginn der Ausschussberatungen nicht bekannt.

Link zur Vorlage: http://magnus-wittern.de/wp-content/uploads/2019/06/VL_SozA_04062019.pdf

Ich halte daran fest, dass wir eine Lösung finden müssen, mit der alle Beteiligten leben können – einen Kompromiss. Das bedeutet, dass Interessen miteinander in einen möglichst gerechten Ausgleich gebracht werden müssen.

  1. Das Feld wird super angenommen und rege benutzt. Das ist zunächst ein tolles und lobenswertes Ergebnis. Jeder Platz, der insb. Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden kann, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
  2. Das Lärmproblem – auch durch die technischen Umstände der Anlage selbst – besteht. Davon konnte ich mich zusammen mit der SPD-Fraktion bereits im November 2017 überzeugen. Ich empfehle jedem im Zweifel den Kontakt mit den Anwohnern aufzunehmen und einen Termin am Platz zu vereinbaren.
  3. Die Anlage „Multifunktionsfeld“ übersteigt die immissionsschutzrechtlichen Grenzwerte, sodass die Stadt verpflichtet ist, das technisch Bestmögliche zu unternehmen, um die Einhaltung der Grenzwerte sicherzustellen.
  4. Es wurde vorgetragen, dass ein Lärmgutachten aussage, dass der Platz in Bezug auf Lärm für sich genommen unbedenklich sei; der Lärm gehe nur von den Benutzern, durch Rufe, Schreie etc. aus. Das zitierte Lärmschutzgutachten beruht auf Zahlen, die aufgrund eines Lärmprotokolls auf die Zahl der Benutzer der Anlage hochgerechnet wurden. Das Gutachten besagt also nicht, dass kein Lärm von der technischen Konstruktion der Anlage ausginge, sondern hat sich hiermit gar nicht auseinandergesetzt.
  5. Natürlich wurde auch früher schon im der Parkanlage gespielt und Sport gemacht. Ein Ballspiel auf einer grünen Wiese erzeugt aber keine klirrenden, metallenen Geräusche. Das Problem besteht erst durch den Bau der neuen Anlage.
  6. Der Bau eines Zaunes um die Anlage herum sowie eine Altersbeschränkung auf maximal 13 Jahre ist nicht sinnvoll und effektiv und scheidet für uns aus.

Für uns steht im Mittelpunkt, diesen Konflikt konstruktiv aufzulösen. Kinder und Jugendliche brauchen in dieser Stadt Räume zum Spielen. Aber auch Anwohnern darf von Zeit zu Zeit gestattet werden, ruhig in den Schlaf zu kommen oder sich auf der eigenen Terrasse zu unterhalten.

Technische Maßnahmen wie die Dämmung und Schallisolierung sollten ohne Weiteres umsetzbar sein. Daneben haben wir den Vorschlag eingebracht, die Basketballkörbe an dem Platz abzubauen. Denn Basketball stellt durch die Prallgeräusche leider die hauptsächlich belastende Sportart dar.

Natürlich wäre es schöner, diese Körbe dort belassen zu können. Gehen wir aber diesen Schritt, können wir zumindest dafür sorgen, dass andere Spiel- und Sportmöglichkeiten auf der Fläche erhalten bleiben können und ein Ausgleich zwischen den Interessen der Nutzer und der Anwohner stattfindet. Geht man keine Kompromisse ein, sorgt man mit guter Wahrscheinlichkeit dafür, dass der gesamte Platz verschwindet. Ich hoffe daher auf Verständnis für diesen Kompromissvorschlag.

Kurzgefasst: Wir möchten keine Zäune und gerade keinen Rückbau des Platzes. Daher suchen wir nach einem Kompromiss, um so viel wie möglich von diesem Spielfeld zu erhalten.

Denn ganz im Gegenteil setzen wir uns dafür ein, an anderen Stellen in dieser Stadt Sportanlagen attraktiver zu machen. Auch für den Basketballsport. 

Kommen Sie gern auf mich zu; für konstruktive Gespräche stehe ich jederzeit zur Verfügung unter politik@magnus-wittern.de bzw. unter 04551-808794.

Hier findet sich der Text unseres Antrags.

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